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Ende der 1970er Jahre begann auch bei meiner damaligen Arbeitsfirma, dem Tonbandgerätehersteller UHER, in zunächst ganz kleinen Schritten der Siegeszug der Persönlichen Computer, welche die Großrechner bei der Erstellung von Stück- und Lohnlisten und vielem mehr verdrängen sollten. Vorerst aber diente ein erster Commodore PET 2001, programmierbar in BASIC und Assembler, als einzelner Vorreiter, an dem Mitarbeiter freiwillig nach Feierabend die Technik und sich selbst erproben konnten.
Anfang der 1980er Jahre kam eine Sensation auf den Markt, der "Volkscomputer" Commodore VC 20, der mit seinen geringen Abmessungen und seinem erschwinglichen Preis die Haushalte eroberte. Allerdings löste er Kämpfe um den heimischen Fernseher aus, denn der diente nun auch als Monitor, auf dem folgendes Bild[3] erschien:

Der Boom an Heimcomputern, auch anderer Hersteller, löste einen Boom von Zubehör an Soft- und Hardware und damit Möglichkeiten aus. Es dauerte nicht lange, bis der Wunsch auftauchte, Daten mit einem anderen, bald auch mit mehreren austauschen zu können. Das konnte zunächst per seriellem Kabel von einem Raum zum anderen funktionieren (so zwischen mir und meinem Sohn), bald aber auch unter Verwendung der analogen Telefonverbindungen, an welche damals ausschließlich die Post ihre Telefonapparate, die Teilnehmer aber keinesfalls irgendwelche Geräte anschließen durften.
Pfeiftöne zu übertragen war aber erlaubt, und so gab es bald Akustikkoppler, in deren Gummimuscheln man seinen Telefonhörer steckte, die die digitalen Signale in Töne verwandelten, und so das Senden und Empfangen von Texten, Bildern und Dateien ermöglichten. (Erst Mitte der 1980er Jahre wurde erlaubt, private Modems zur direkten Signalübertragung zu verwenden.)
In Deutschland beliebt waren die derart erreichbaren "Mailboxen" TEDAS des Franzis-Verlags und HOST von Markt & Technik, denen dann allerdings CompuServe international den Rang ablief. Als Flop hingegen stellte sich "Bildschirmtext" der Deutschen Bundespost heraus; es wurde von einem Siegenszug sondersgleichen überrollt.
1990 trat das Internet seinen Siegeszug an. Microsoft hatte 1987 mit Windows seine erste grafische Benutzeroberfläche entwickelt, 1993 erschien der erste grafische Webbrowser. Seitdem wuchsen die Möglichkeiten des Internet schier ins Unermessliche. Soziale Netzwerke, Clouds, Smart Home, Wahlbeeinflussung durch rund um die halbe Welt entfernte Gegner – das war beim Start des Internet noch völlig undenkbar.
Meine Technikbegeisterung hat mir nicht nur familiäre Begeisterung eingetragen; sie hat mich Zeit und Geld gekostet. Aber bald stellte sich heraus, dass meine noch rudimentären Computerkenntnisse nach meinem Wechsel in den Bereich Datenverarbeitung bei Siemens sehr von Vorteil waren. Großrechner waren das Hauptthema, vernetzte Arbeitsplatzrechner waren im Kommen – Personal Computer, damals noch unvernetzt, mit vergleichsweise winzigem Arbeits- und Plattenspeicher wurden von manchen Kollegen offen verlacht. Siemens-PCs gab es damals natürlich noch nicht. Ich habe mich nicht irritieren lassen, sondern meine daheim erworbenen Kenntnisse in den Weltkonzern eingebracht und wurde bestaunt.
So habe ich mit einfachsten Mitteln auf einem Siemens PC100,
einem Computer.Winzling mit 4 KB Arbeitsspeicher, ein ausgefeiltes
Kalkulationsprogramm erstellt. Später habe ich Datenaustausch
zwischen den bisher getrennten Welten des
Großrechner-Betriebssystems BS2000, des
Arbeitsplatzrechner-Betriebssystems SINIX, der PC-Betriebssysteme
MS-DOS und Windows und des Bürosystems 5.800 untereinander
ermöglicht. Und natürlich war ich initiativ und maßgeblich bei der
Konzeption und Einführung des ersten Intranets unseres
Siemens-Bereichs beteiligt.
Kaum verwunderlich, dass ich mich aus privatem und beruflichem
Interesse darauf stürzte, als CompuServe 1995 Speicherplatz für eigene
Homepages samt einem simplen HTML-Editor anbot? Meine erste Adresse
hieß:
Ein weiterer Schritt war 1997 die Adresse:
Auch 1997 folgte die Domain:
Und schließlich folgte 1998:
Unter dieser Adresse als "Dach" habe ich zahlreiche Internetauftritte realisiert, eigene, ehrenamtliche und gegen Entgelt, und nicht zuletzt zahllose E-Mails verfasst.
Natürlich hat die weitere technische Entwicklung auch vor mir nicht Halt gemacht. Ein Vierteljahrhundert, nachdem ich ANJORA im Internet präsentierte, staune ich über die Künstliche Intelligenz, die mir ihren Nutzen schon vielfach bewiesen hat, und die sich noch als Jobkiller ersten Ranges erweisen wird und zweifellos noch andere große Risiken birgt.
ANJORA ist nach über einem Vierteljahrhundert weiterhin präsent.


Commodore VC 20[2]

Früher Akustikkoppler[4]

Bildschirmtext [5]

Microsoft Windows 3.1[6]

Browser Netscape 4[7]

Siemens PC100[8]

Fujitsu Lifebook AH531/GFO[9]

FRITZ!Box 7390[10]
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3.
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4.
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8.
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